dima
  • Kaleidoskop

    Konzept für Stadtraumboxen vor dem Alten Schauspielhaus, Erfurt

    Der Stillstand ist in Bewegung.
    Ein Drehmoment versetzt die historische Gebäudestatik
    in flüchtige Modifikationen.
    Der Raum wird rhythmisiert.

    Das Kaleidoskop simuliert den vollständigen Zusammenbruch und Zerfall. Und doch transportiert es zeitgleich das Bedürfnis des Neubeginns, durch das sich in die Unendlichkeit wiederholende Schaffen von Reflexionen und geometrischen Mustern.
    Über den einfachen Akt des Schauens verstrickt sich der Betrachter in der visuellen Desorientierung und begibt sich in das Spiel mit der Realität.

    Umsetzung Mai 2016 Alle drei Stadtraumboxen sind komplett weiss verkleidet. Von der Straßenseite aus ist in jedem Kasten ein kleines Sehrohr ersichtlich, durch welches der Betrachter in die Box hinein blicken kann. Im Inneren befindet sich jeweils ein Kaleidoskop mit dem Tunnelende zum Schauspielhaus gerichtet, von denen eines mit diversen ortsgebundenen Fundobjekten angereichert ist.
    In einem weiteren folgt der Betrachter meinem Gang durch die Innenräume des Gebäudes. Das triangulierte Muster spielt mit der visuellen Referenz des Schauspielhauses.Durch die Isolierung der Elemente der Wirklichkeit führe ich den Betrachter in neue illusionäre Welten, in denen er ständig seine visuellen Referenzen nachjustieren muss, um zu interpretieren was er sieht.
    Durch die drehbare Lagerung der Sehrohre, ist der Besucher eingeladen, das Kaleidoskop langsam in Bewegung zu versetzten.

    Im dritten schaut man wie durch ein Spion ins Dunkle. Mit ein wenig Abstand dringt zusätzlich Licht hinein und gibt den Blick frei sich selbst zu begegnen.