• Durch Azur fallend tief in die Nacht | 2017

    Rauminstallation mit Sound

    14 Edelstahlobjekt mit diversen Kistallbildungen und LEDs, Spiegel 100 x 100 x 200 cm

    Das gesamte Universum ist gebündelt in der Hülle verlebter Physiognomie. Aus der zentralen Gestalt dringt Licht, durchbricht die Finsternis und präsentiert sich als Möglichkeitsraum der absoluten Existenz. Der heraldische Himmelsglobus nach Erhard Weigel (1625 -1699) Das Objekt ist ein Bote vergangener Wissenschaftspraktiken und modelliert den Himmel mit dessen Ordnungsstruktur von Sternen zu Sternbildern. Darstellungsformen von Sternkonstellationen gab es schon lange bevor es Astronomie oder Wissenschaft gab. Es gibt Höhlenzeichnungen die zeigen, dass die Menschen damals schon Sterne zu Bildern und Figuren gruppiert haben. Die hellen Lichter am Himmel regten die Phantasie an und jede Kultur hat sich ihre eigenen Mythen, Geschichten und Bilder ausgedacht, um ein wenig Ordnung und Sinn in die vielen Sterne am Himmel zu bringen.

    Mein selbstleuchtender Himmelskörper Die figürlich in Reliefform dargestellten Sternbilder auf dem vorgegebenen Objekt existieren auf meinem Himmelskörper nur als haptischen Nachhall ihrer Selbst — als Sinnbild der Endlichkeit. Das Außen lässt keine Rückschlüsse auf ein mögliches Inneres zu. Die Ummantelung erzählt von Alterung; Sternbilder sind verlebt und alle Träume scheinbar erzählt. Durch die Stille dringt Licht. Die getriebene Edelstahlhalbkugeln zeigen aus ihrem Inneren herauswachsend bunte Kristallbildungen; mein gebändigtes Universum.

  • Kaleidoskop

    Konzept für Stadtraumboxen vor dem Alten Schauspielhaus, Erfurt

    Der Stillstand ist in Bewegung.
    Ein Drehmoment versetzt die historische Gebäudestatik
    in flüchtige Modifikationen.
    Der Raum wird rhythmisiert.

    Das Kaleidoskop simuliert den vollständigen Zusammenbruch und Zerfall. Und doch transportiert es zeitgleich das Bedürfnis des Neubeginns, durch das sich in die Unendlichkeit wiederholende Schaffen von Reflexionen und geometrischen Mustern.
    Über den einfachen Akt des Schauens verstrickt sich der Betrachter in der visuellen Desorientierung und begibt sich in das Spiel mit der Realität.

    Umsetzung Mai 2016 Alle drei Stadtraumboxen sind komplett weiss verkleidet. Von der Straßenseite aus ist in jedem Kasten ein kleines Sehrohr ersichtlich, durch welches der Betrachter in die Box hinein blicken kann. Im Inneren befindet sich jeweils ein Kaleidoskop mit dem Tunnelende zum Schauspielhaus gerichtet, von denen eines mit diversen ortsgebundenen Fundobjekten angereichert ist.
    In einem weiteren folgt der Betrachter meinem Gang durch die Innenräume des Gebäudes. Das triangulierte Muster spielt mit der visuellen Referenz des Schauspielhauses.Durch die Isolierung der Elemente der Wirklichkeit führe ich den Betrachter in neue illusionäre Welten, in denen er ständig seine visuellen Referenzen nachjustieren muss, um zu interpretieren was er sieht.
    Durch die drehbare Lagerung der Sehrohre, ist der Besucher eingeladen, das Kaleidoskop langsam in Bewegung zu versetzten.

    Im dritten schaut man wie durch ein Spion ins Dunkle. Mit ein wenig Abstand dringt zusätzlich Licht hinein und gibt den Blick frei sich selbst zu begegnen.
  • Habitat

    Habitat - Eine melancholische Erinnerung an die Vergänglichkeit

    2011 - 2016
    Installation
    verschiedene Materialien (Glühbirnenkörper mit fleischfressenden Pflanzen[Droseraceae], Nährmedium, LEDs, Kabel)
    variable Größe

    Unter der Annahme, dass unser Universum ein abgeschlossenes System ist, wird alles Leben in ihm irgendwann einmal erlöschen.
    Mein Experiment:
    Die biologische Voraussetzung für das Entstehen von Leben ist hergestellt. Ein kleiner Pflanzenabschnitt wird in einem Nährmedium platziert, mit Licht versorgt und luftdicht verschlossen. Ist eines meiner Habitate fertig, übernimmt die Zeit den Rest der künstlerischen Aufgabe.
  • Ein multiples Ensemble

    Prozesskunst Das Ensemble ist eine Materialisierung meiner Gedanken und Assoziationen.Das prozessorientierte Arrangement besteht aus Fundstücken und Zufallsfunden, aber auch Zeichnungen, Fotografien und gefertigten Objekten. Einige Teilstücke entfalteten ein Eigenleben und wurden zu fertigen Arbeiten. Anderes bleibt als künstlerisches Experiment, immer verbunden mit einer romantisierenden Sehnsucht nach dem Sterblichen. Die wechselseitigen Bezugnahmen und Verwandtschaften zwischen den einzelnen Arbeiten erlauben dem Betrachter sich seinen eigenen Weg durch das Tischarrangement zu erschließen. Man fühlt sich an Kunst- und Wunderkammern erinnert, die eine symbolische oder allegorische Aufladung aufweisen.
  • Babylons Garten II

    Rauminstallation Diverse Materialien | 2013
    Durch Kombination von Pflanzenteilen, Spiegeln und leuchtenden Elementen erhält die skulpturale Installation eine poetische Rätselhaftigkeit, die ihr Wesen in Bezug auf den Titel in Frage stellt.
    In Babylons Garten, angelehnt an das antike Weltwunder, treffen erdgebundene Materialien, Holz und Pflanzen, auf eine Anordnung von Stahl und Leuchtstoffröhren. Dabei fügt sich die materielle Polarität nicht dem Widerspruch, sondern bildet eine harmonische Geschlossenheit, die mit Hilfe der Spiegel über die Objektgrenze hinaus gedehnt wird.

    Das Leuchten der multiplen Lichtquellen konzentriert die Aufmerksamkeit einerseits auf die fast schwerelos anmutende Installation, andererseits strahlt es nach außen und bezieht den Ausstellungsaum in seinen Wirkungskreis mit ein – durchdringt diesen regelrecht.
  • Anima

    Anima
    2012- 2013
    Installation

    diverse Materialien (Glühbirnenkörper, Alaun, Salz, Sulfat, LED, Wasser)
    variable Größe

    In dieser Arbeit widme ich mich alchemistischen Experimenten mit anorganischen Stoffen, die länger als ein Leben halten: Kristalle.

    Von ihrer Umwelt abgeschlossen verfügen sie dennoch über eine Gestalt und eben auch Gestaltungskraft, die sich hier in ihrer Gesamtheit manifestiert.
    Anima, aus dem Lateinischen entnommen, bezeichnet das durch den Atem bedingte Lebensprinzip bzw. die Lebenskraft, von dem durch Carl Gustav Jung in der analytischen Psychologie der Begriff der Seele abgeleitet wurde.
  • Anführungszeichen

    „_ “ 2010 Objektinstallation Eis
    Unter dem Titel „[PPP]- The Revolution Is My Boyfriend“ laden wir die Besucher in unsere aktuelle Gemeinschaftsausstellung ein.
    Meine Objekte befinden sich direkt am Eingang und markieren somit den „Zugang zur Revolution“.

    Durch seinen Atem und seine Körperwärme wird der Besucher der Ausstellung Teil des sich fortwährend verändernden Kunstwerks. Die Installation ist aus Eis gefertigt und beginnt durch die Präsenz der Menschen zu schmelzen. Ein Symbol für die Überbrückung von Barrieren. Was bleibt? Sinnbild für, sowohl Macht als auch Vergänglichkeit von Ideologien und Prinzipien. Am Ende des Ausstellungszeitraumes wird die Installation nur noch spurenhaft zu sehen sein und der Zugang wird wieder zum einfachen Durchlass ins Gebäudeinnere.